ANTIDEPRESSIVA

Von allen trizyklischen Antidepressiva haben die Substanzen Amitriptylin und Doxepin den stärksten sedierenden Effekt, weshalb sie oft zur dämpfenden Behandlung bei Ängsten, Erregtheit und Unruhe eingesetzt werden. Diese Medikamente hemmen die Wiederaufnahme von Noradrenalin und führen durch die Noradrenalinerhöhung an den Synapsen zu einer Stimmungsverbesserung.

Eingesetzte Medikamente sind hier:

Clomipramin; Imipramin; Amitryptilin (z. B. Saroten); Doxepin

Der von den Pharmaherstellern angepriesene Vorteil, dass trizyklische Antidepressiva nicht zu Abhängigkeitsverhältnissen führen, wird durch andere schwere Nebenwirkungen erkauft. Hierzu zählen schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen.

Neben den trizyklischen Antidepressiva gibt es noch ähnlich wirkende tetrazyklische Antidepressiva.

Es ist kaum zu glauben, dass es Ärzte gibt, die im Internet und in diversen Foren nach wie vor behaupten, dass Antidepressiva nur harmlose Nebenwirkungen haben.

Bereits in den 80er Jahren wurden in Amerika Studien vorgelegt, dass Imipramin Panikattacken auch nach Absetzen des Medikamentes blockiere. Von diesen Erfolgen ist bei keinem der Betroffenen aktuell trotz umfangreicher Recherchen auch nur ein einziges Mal zu hören gewesen.

Auch ist die Angabe der Behandler unrichtig, die durch das Antidepressivum erreichte panikfreie Zeit könne genutzt werden, indem der Patient sich in lange gemiedene Situationen wage und damit die Angst „lösche“. Das Gehirn kann Erlerntes nur zustandsabhängig speichern also. Nehme ich die Tablette – kann ich ruhig ins Kaufhaus gehen. Sobald die Tablette abgesetzt wird, wird die Angst vor dem Kaufhaus wieder da sein, nach dem Motto: Wer garantiert mir, dass ich nicht doch umfalle, wenn ich jetzt meine Tablette nicht genommen habe.

Gleichsam wird auch die Aussage der Ärzte und Pharmahersteller ad absurdum geführt, Antidepressiva würden nicht abhängig machen. Sie machen vielleicht nicht abhängig im Sinne einer körperlichen Sucht nach dem Wirkstoff, aber sie machen psychisch anhängig nach der vermeintlichen Hilfe, die sie dem Betroffenen bringen.