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Eine Suggestion
Sobald Sie irgendwann am Tag einen Anflug von Angst oder Panik bemerken, benutzen Sie einmal eine einfache Form der Suggestion. Konzentrieren Sie sich auf das Gefühl, dieses diffuse Unwohlsein, den Schwindel, die unklare Angst, das Gefühl weglaufen zu wollen. Nun sagen Sie sich immer wieder eine Suggestion, wie z. B. die Worte:
„Das ist harmlos, das geht vorbei.“
Diese Worte wiederholen Sie nun – wenn Sie alleine sind laut – ansonsten im Geiste etwa 50 oder hundert Mal. Verbinden Sie die Bilder der Angst mit der Suggestion. Je öfter Sie sich diese Suggestion selbst sagen, desto besser. Bald wird sich in Ihrem Unterbewusstsein die Verbindung zwischen den Bildern der Angst und Panik und der Feststellung, dass diese erstens harmlos und zweitens schnell vorbei sind, festigen. Das menschliche Gehirn ist in großem Maße auf Bilder angewiesen. Darunter kann es sich etwas vorstellen. Sie programmieren Ihr Gehirn mit Suggestionen mehr oder weniger wie einen Computer. Ihr Gehirn arbeitet nach festen Gesetzen. Diese kann es nicht umgehen. Wird eine Verbindung zwischen Situationen und Ereignissen, Worten und Ereignissen, Düften und Ereignissen hergestellt, dann werden beide zueinander passenden Resultate jeweils beim Eintreten einer der beiden Kriterien von Ihrem Gehirn zusammengesucht. Beispiel: Immer wenn diese schöne Frau/ dieser schöne Mann auftauchte, rochen Sie dieses herrliche Parfüm, dessen Duft Sie nie vergessen haben. Wenn Sie nun noch Jahre später diesen Duft riechen, wird Ihr Gehirn das Bild der Frau/ des Mannes vor Ihrem geistigen Auge reproduzieren und automatisch tritt als erste Erwartungshaltung spontan der Gedanke an diese Person in den Vordergrund. Denken Sie an „Miss-Drei-Wetter-Taft" aus der Werbung; viele Assoziationen führen dazu, dass Ihnen diese Werbefigur einfällt. Schlechtes Wetter und Haarspray; eine Frau auf der Gangway eines Flugzeuges; ein Satz wie: „Morgens Frankfurt, mittags London, abends Paris". Es führen viele kombinierte Einzelbilder zu einem „wieder einfallen" dieser Werbefigur. Ihr Gehirn lässt ständig eine riesige Suchmaschine ablaufen, die Gedankenverbindungen, Assoziationen herstellt und versucht Gesamtbilder zu liefern.
Genauso verhält es sich mit negativen Gedanken und Ereignissen. Wenn Sie zum Beispiel im Auto fahrend ein Erdbeereis essen und dann einen Autounfall bauen, dann wird Ihr Gehirn das Erdbeereis fortan in Verbindung mit negativen Dingen bringen. Immer wenn Sie eine Eisdiele sehen, werden Sie an den Unfall denken.
Aus dem Grund, dass diese Verknüpfungen über Jahre hinweg immer wieder ins Bewusstsein gelangen, können wir uns diese Suggestion zunutze machen.
Fortan werden Sie immer beim Aufkommen von Angst diese Worte sagen. Ihr Gehirn merkt sich in Verbindung mit der Angst die Begriffe „harmlos" und dass es bald vorbei geht. Dies nimmt der Situation mit der Zeit die Dramatik. Bitte unterschätzen Sie die Kraft Ihres Unterbewusstseins nicht. Sie werden überrascht sein, wie gut sich Ihr Unterbewusstsein angenehme und unangenehme Situationen in merkt.
Die Wirkung der Suggestion ist wissenschaftlich erforscht und bewiesen. Im 19. Jahrhundert entdeckte ein Apotheker namens Emile Coué, dass die Patienten denen er ein Medikament mit den Worten überreichte: „Da hat der Arzt Ihnen aber ein besonders gutes Medikament verordnet. Es wird Ihnen damit schnell besser gehen", viel schneller gesundeten und über viel imponierendere Gesundungsprozesse berichteten als jene Patienten, denen er einfach nur das Medikament gab. Mit seinen Forschungsergebnissen wurde Coué weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus bekannt. Coué entwickelte daraus die Methode der Autosuggestion (Auto = Selbst).
Eine ausführliche Anleitung zur vielen angstbefreienden Strategien, wird in dem Seminar "Endlich wieder lachen können - ein Anti Angst Coaching" von Bernd A. Pelzer vermittelt. Dieses eintägige Seminar findet 6 mal jährlich statt. Genaueres finden Sie im Menüpunkt SEMINARE 2005
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