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Für diese Übung, die Sie tagsüber ausführen sollten, brauchen Sie etwas mehr Zeit, vielleicht am Wochenende. Sie sollen einmal bewusst Ihr Einschlafen erleben, den Moment, wo Sie alle Kontrolle über Ihren Körper und alle Kontrolle für die Außenwelt abgeben. Es wäre schön, wenn Sie eine leise meditative Musik hätten und sich wieder auf den Boden auf eine bequeme Unterlage legen. Bitte nicht in Ihr Bett. Nehmen Sie sich ein kleines Kissen für Ihren Kopf und Nacken, damit Sie wirklich entspannen können. Fangen Sie an die bereits zuvor beschriebene Atemübung zu machen. Tief „in den Bauch" einatmen und langsam und bedächtig durch den Mund ausatmen. Je länger die Ausatmungsphase dauert desto besser. Ihr Ziel ist es nun ganz ruhig zu werden. Lassen Sie alle 4 Gliedmaßen völlig unbeweglich und locker neben sich liegen. Bleiben Sie auf dem Rücken liegen und lauschen Sie der leisen meditativen Musik. Atmen Sie nicht mehr so tief ein, etwas flacher. Atmen Sie langsam aus. Ziel dieser Übung ist, dass Sie langsam spüren, wie Ihre Gliedmaßen immer weiter in den Hintergrund treten und kaum noch wahrnehmbar sind. Entspannen Sie sich bei dieser Übung bis zum Einschlafen. Richten Sie Ihre Konzentration auf den Punkt, an dem alle Geräusche verschwimmen, aller Glieder gefühllos und schwer werden und der Schlaf Sie in sein Reich holt. Lassen Sie dies ganz bewusst geschehen. Denken Sie den Satz, ich lasse mich jetzt in den Schlaf holen. Meine Arme und Beine werden schwer und bald werde ich alle Kontrolle über mich abgeben und einschlafen. Versuchen Sie den Wechsel zum Schlaf ganz entspannt wahrzunehmen. Versuchen Sie die Phase zu erspüren, in welcher Sie noch gerade halb wach oder bereits fast eingeschlafen sind. Bewusstes Erleben ist hier das Ziel. Wenn Sie nach einer halben Stunde oder auch einer Stunde oder mehr wieder aufwachen, dann versuchen Sie sich sofort daran zu erinnern, wie der Übergang vom Wachzustand zum Schlafzustand war und welche Gefühle Sie erlebt haben. Haben Sie das Gefühl der verschwommenen Musik oder der mehr oder weniger gefühllos werdenden Glieder gespürt? Jetzt können Sie sich den Satz sagen: „Ich habe alle Kontrolle abgegeben und mein Körper hat alles selbst geregelt. Ich brauche vor nichts Angst zu haben, denn mein Körper arbeitet perfekt und ich kann mich auf ihn verlassen."
Falls Sie bei diesem Eindämmern plötzlich aufschrecken oder Panik bekommen, dann haben Sie die Bestätigung für eine starke Kontrollverlustangst erhalten. Vielen Angstbetroffenen passiert es, dass sie kurz vor dem Einschlafen im Bett aufschrecken. Sie haben Angst vor der Kontrollabgabe. Machen Sie diese Übung trotzdem immer wieder. Es wird Ihnen nichts geschehen. Die Angst vor der Kontrollabgabe wird bald vergehen.
So einfach und harmlos sich diese Übung anhört, so wichtig ist sie doch. Sie werden lernen Dinge geschehen zu lassen, die Sie sowieso nicht aufhalten können. Dies ist eine erster Schritt die Angst vor Kontrollverlust abzugeben. Diese ist eine treibende Kraft bei allen Panikkrankheiten.
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